Alleen fotografieren, Teil 1

Irgendetwas ist heute anders als sonst. Meine Kameratasche zieht merklich an den Schultern. Entgegen der Gewohnheit habe ich eine Telebrennweite eingepackt, um Alleen zu fotografieren. 

Ob das die richtige Entscheidung war? Wer Alleen fotografiert, zeigt Tiefe. Die vorgegebene Fluchtpunkt-Perspektive scheint wie gemacht für die Arbeit mit einem moderaten Weitwinkelobjektiv. Jedenfalls sagt mir mein erster Impuls, nicht über die Normalbrennweite hinauszugehen. Höchste Zeit also, es doch zu tun.

In den zurückliegenden Monaten hat sich die Fuji X-T30 mit dem 27mm-Pancake-Objektiv zu meiner Immer-Dabei-Kamera gemausert. Die Kombination hat sich als ebenso schön wie – trotz Festbrennweite - vielseitig erwiesen. Nun habe ich das Gefühl, mit dem 55-200er zwar einen ordentlichen Zoombereich zu haben, in der nicht allzu langen Allee fühle ich mich damit dennoch weit weniger flexibel als mit dem gewohnten Set.

 

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